Studiengebühren


Als Studiengebühren werden Geldmittel betrachtet die Studierende unter bestimmten
Umständen an Hochschulen zahlen müssen.

Seit 2005 gibt es nach einer Gesetzesänderung für Hochschulen die Möglichkeit
Studiengebühren zu erheben. Einige Bundesländer, zu diesen zählen: Schleswig-Holstein,
Mecklenburg-Vorpommern, Bremen, Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen,
Thüringen und Rheinland-Pfalz haben seit der Einführung dieses Gesetzes 2005, nie
Studiengebühren erhoben. Die anderen Bundesländer, die diese seit 2006 erhoben haben,
haben im Laufe der Zeit: Hessen(2008/2009), Saarland(2010), Nordrhein-
Westfalen(2011/2012), Baden-Württemberg(2012), Hamburg(2012/2013), Niedersachsen &
Bayern (2014) die allgemeinen Studiengebühren wieder abgeschafft.

Heißt das also für mich, dass ich überall in Deutschland, so lange wie ich möchte komplett
ohne Studiengebühren studieren kann?

So ganz stimmt das leider nicht, denn in einigen Bundesländern können die Hochschulen
Gebühren verlangen wenn es sich um Langzeitstudenten (ab 6 Semester) handelt. Auch
Seniorenstudenten und ausländische Studierende müssen teilweise Studiengebühren zahlen.
Außerdem fallen in einigen Bundesländern Verwaltungskosten beziehungsweise
Prüfungsgebühren an.



Semestergebühren

Des Weiteren gibt es Gebühren die nicht von den Studiengebühren umfasst werden, die so
genannten Semestergebühren. Diese fallen für jeden Studenten an Hochschulen einmal pro
Semester an. Ebenso können diese sehr unterschiedlich, je nach Hochschule ausfallen.

Mit diesen Gebühren finanzieren die Hochschulen:

  • Semesterticket

  • Studentenwerk

  • Studentenschaft, meist AStA

  • (Verwaltungskosten rechnet die Hochschule in der Regel ebenfalls über diesen Weg
    ab, falls diese anfallen)



  • Westfälische Wilhelms-Universität Münster



    Technische Universität Braunschweig




    Übersicht der Bundesländer




    Studiengebühren an privaten Hochschulen

    Anders als an öffentlichen Hochschulen, müssen Studenten an privaten Hochschulen
    erhebliche Studiengebühren zahlen.

    Diese können zwar, je nach Hochschule unterschiedlich hoch ausfallen, sind aber dennoch
    für die meisten Studenten kaum oder gar nicht machbar.

    Ein Studium an der Uni Witten / Herdecke schlägt beispielsweise mit etwa 20.000 für einen
    Bachelor zu Buche. An der Zeppelin University sind es etwa 4.000 pro Semester.
    Durchschnittlich müssen Studenten 520 pro Monat für ein Bachelor Studium an einer
    privaten Hochschule aufbringen, Lebenshaltungskosten noch nicht eingerechnet.

    Wenn man sich dennoch dazu entscheidet, eine private Hochschule zu besuchen, gibt es
    neben BAföG und Stipendium eine exklusive Möglichkeit für private Hochschulen.

    Viele private Hochschulen bieten nachlaufende Studiengebühren an. Das heißt man kann die
    Studiengebühren im Nachhinein bezahlen sobald man über ein Nettoeinkommen verfügt